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Was würde wohl Freud dazu sagen (48)

18. August 2019

Geträumt, ich sei auf Reisen, mit einem Koffer, der nach vorne ein Sichtfenster besitzt. In ihm liegt ein aufgeschnittener halber Brokkoli, in dessen natürlichen Zwischenräumen sich Weißbrot und gerösteter Käse befinden. Am Bahnhof einer französischen Kleinstadt muss ich raus. Ich drücke einer Frau mit einem großen Hut, die auf einer Bank sitzt, einen Strauß Rosen in die Hand mit den Worten: „Wenn ich ihnen den mal anvertrauen dürfte?“ Ich bin auf der Flucht. Allerdings geht es mir gut.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den engagierten Superstargästen Tilman Birr (‚Lesebühne ihres Vertrauens’/’Zentralkomitee de Luxe‘) und Ukulelenprediger (Musik!)

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Beck tu de Ruhts

16. August 2019

Klar, ich hätte auch das Olympiastadion mieten können, um meinen heutigen Abend ’51 Jahre Brot‘ zu zelebrieren, der dortige Fußballverein hat ja vorausschauend die Flucht ergriffen, spielt heute gegen irgend einen bayrischen Konkurrenten auf dessen Rübenacker, aber ich habe mir diesmal gedacht, nö, im Olympiastadion ist immer so eine schlechte Akustik und die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich schwierig, auch ist die Atmosphäre relativ unpersönlich, durch die blaue Laufbahn sieht man schlecht, zumindest von den Tribünen aus und es fehlt ein Schutz von oben, gegen Taubenkacke und Hagelschauer. Und da bin ich dann auf die verrückte Idee gekommen, man, warum nicht mal in kleinerem Rahmen? Warum nicht mal einen schnuckligen Club finden, wo die Betreiber Typen wie du und ich sind, wo es keine Security benötigt, wo man auch in Hausschlappen und Bademantel Einlass erhält, wo die Wirtin die Bierflaschen noch höchst persönlich entkorkt? Schwierig zu finden? Denkste! Kommt heute in die Florastraße, dann werdet ihr schon sehen. Aber, pssst, nicht weiter sagen, passen nur 100 Leute rein.

Heute: Berlin-Pankow, Zimmer 16, 21 Uhr: ’51 Jahre Brot‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier und Gott kommt ooch

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Zieht doch einfach in die Großstadt (falls ihr die Mieten dort bezahlen könnt)

15. August 2019

Auf Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm in welchen Dorfbewohner sich beklagen, dass es keinen Bäcker, keinen Schuster, keine Gaststätte, keinen Bus mehr im Ort gebe, erregte sich gestern abend plötzlich der gewöhnungsbedürftige Talkshow-Moderator Markus Lanz im ZDF und sprach: „Das ist die Globalisierung. Das muss man denen doch mal sagen. Da gibt es kein Zurück.“ Klatschendes Publikum. Klatschende Gästerunde, darunter die sich für den SPD-Vorsitz bewerbende Simone Lange. Niemand widerspricht diesem hanebüchenen Unsinn.

Heute: Berlin, Eschenbräu, 20:30 Uhr: Brauseboys mit Robert Rescue, Thilo Bock, Heiko Werning, Nils Heinrich und Frank Sorge, sowie den Gästen ilimitado und mich

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Geschichte wird gemacht

13. August 2019

Zum heutigen Jahrestag des Mauerbaus schreibt das Webportal tagesschau.de „Jahrestag des Mauerbaus: Als Ostberlin eingemauert wurde“. Und ich dachte immer, damals sei Westberlin eingemauert worden. So kann man sich irren.

Tipp für heute: Nur nicht nachdenken.

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Frage, die ich mich gerne mal zu stellen trauen wollen würde

11. August 2019

„Entschuldigung, könnten sie mir bitte mal den Arsch abwischen, ich hab gerade keine Hand frei?“

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den überaus hilfsbereiten Superstargästen Martin Hyun (ehemaliger Eishockey-Nationalspieler!) und Martin Goldenbaum (ehemals ‚Martingo‘)

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Zum Mäusemelken

10. August 2019

Langsam reicht es mir mit diesem Klimawandel. Durch die anhaltende Trockenheit droht nun bereits die zweite Pilzsaison nacheinander komplett ins Wasser zu fallen. Ha ha, ins Wasser, kann ich nicht mehr drüber lachen. Ich gehe doch so gerne Pilze sammeln. Gestern hieß es im Wetterbericht noch „gegen Abend Bewölkungsverdichtung und in der ersten Hälfte der Nacht einsetzender leichter Regen, der sich in der zweiten Nachthälfte schauerartig verstärkt. Eingelagerte Gewitter mit Starkregen und Sturmböen seien gering wahrscheinlich“. Und dann fällt kein einziger Tropfen in Berlin. Vielleicht reicht es nicht, immer nur freitags zu streiken? Vielleicht sollte ich in Zukunft gar nicht mehr zur Arbeit gehen? Ach, stimmt. Ich hab ja gar keine Arbeit. Zumindest keinen Arbeitsvertrag. Mist!

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Konrad Endler, Lee White, Jakob Hein, Dan Richter und mich

 

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Nach eingehender Recherche herausgefunden

7. August 2019

Wer AfD wählt ist doof.

Heute: Berlin, La Luz, 19:30 Uhr: Lesebühne IV zum Thema Jobcenter-Geschichten mit Frank Sorge, Robert Rescue, Erik Steffen, Helmut Höge, Ygal Gleim, Bertram Beer und mich

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Doppelplusungut

6. August 2019

Kleiner Tipp an die Verantwortlichen des Fernsehsenders tagesschau24. Es ist kontraproduktiv, wenn man die Nachricht, die Hongkonger Polizei gehe brutal gegen demonstrierende Studenten vor, mit Bildern unterlegt, wo diese Polizei sich hinter Schildern verschanzt und von vermummten Demonstrierenden mit allem beworfen wird, was gerade greifbar ist. Ich glaube ja ebenfalls, dass der Zorn der Protestierenden dort berechtigt ist, nur wäre ein wenig mehr Objektivität bei der Berichterstattung angebracht.

Tipp für heute: Einen Apfelbaum pflanzen.

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Was würde wohl Freud dazu sagen (47)

4. August 2019

Geträumt, ich sei in Westberlin unterwegs und treffe dort einen orientierungslosen Jungen, 3 oder 4 Jahre alt. Er weiß nicht wo er wohnt. Wir laufen eine Weile durch die Straßen. Mal glaubt er, dass dort sein Zuhause sei, mal dort. Ich klingele. Erst beim dritten Mal erweist es sich als die richtige Adresse. Eine halbe Stunde später treffe ich ihn an einer Kreuzung wieder. Er sitzt bei einem alten Mann, der kein Deutsch spricht und sich scheinbar nicht für ihn interessiert. Es ist bereits früher Abend. Ich nehme den Jungen auf den Arm und er schläft sofort ein. Ich laufe eine Runde mit ihm um den Block. Als ich wieder zurück komme, ist der alte Mann weg. Ich überlege, ob ich den Jungen einfach hier an die Ecke setze oder lege. Ich bin schließlich nicht für ihn verantwortlich. Oder doch? Ich überlege, ob ich ihn mit zu mir nach Hause nehme. Wie aber soll ich ihm erklären, dass meine anderen Kinder alle unterschiedliche Mütter haben und ich mit zwei Frauen zusammen lebe, die weder die Mütter der Kinder sind, noch in einem Liebesverhältnis zu mir stehen. Der Junge hat schwarze Haare und eine dunklere Haut. Es ist schwer ein schlafendes Kind zu tragen. ‚Wenn er jetzt einpullert‘ denke ich mir ‚was mache ich dann?‘ Ich weiß nicht weiter. Der Junge schläft, als würde er zum ersten Mal in seinem Leben schlafen.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning (zurück aus Kuba!), Gott, Roman Israel und mich, sowie den phantastischen Superstargästen Sarah Bosetti (die Sarah Bosetti!) und ‚Flowers for Merlin‘ (Japanisch/Berliner Band mit Mandoline und Kontrabass)

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Die Greta Thunberg unserer Familie

30. Juli 2019

Ich habe heute eine neue Seite meiner Blogroll hinzugefügt, nämlich die meiner Nichte Anna, auf die ich sehr stolz bin, denn sie hat es geschafft die Schule abzubrechen. Gut, dies allein würde wahrscheinlich nicht ausreichen, um hier verlinkt zu werden, obwohl, warum eigentlich nicht? Erlebnisberichte, wie es ist, eine Weile lang nichts zu machen? Eine lange Weile lang? Anna aber tut ja sogar noch etwas. Nicht nur atmen, sie ist unterwegs. Auf dem Fahrrad. Das alleine nötigt mir schon Respekt ab, ich kann ja lediglich Dreirad fahren, also konnte, früher mal, Anna aber fährt nicht nur um den Block herum sondern um ganz Europa, oder sagen wir fast um ganz Europa. 365 Tage hat sie dafür veranschlagt und 365 Tage sind ja ein Jahr. Tätä! Los ging es in Norwegen, jetzt ist sie in Schweden und ich bin gespannt, drücke die Daumen und werde interessiert ihren Ausführungen folgen. Und all jene, welche dies hier lesen, können es mir ja gleich tun.

Heute: Berlin, Schokoladen, 20 Uhr: L.S.D. – Liebe statt Drogen mit Uli Hannemann, Spider, Ivo Lotion, Tube und den Gästen Susanne Riedel, Extreme Sofasitzing Terror und mich

 

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